29.11.2009 - Die CD-Tipps von Bongartz Musik im November - 2
Liebe Musikfreunde,
so, nun ist es also soweit, übermorgen dürft ihr die erste Kerze anzünden und am Dienstag schon das erste Türchen in eurem Adventskalender öffnen. Ihr habt gar keinen Kalender? Dann schaut mal auf die website von vinisud, unserem liebsten Weinladen, sie haben sich was sehr charmantes einfallen lassen. Eins unserer Highlights im Advent ist mit Sicherheit der Liveauftritt von Martina Eisenreich und ihrer Band bei uns im Laden am 12. Dezember ab 14:30 Uhr. Wer das verpasst ist selber schuld. Und natürlich haben wir für euch zur Einstimmung wieder einige erlesene Weihnachtsplatten vorrätig, falls ihr "Last Christmas" im Autoradio nicht mehr ertragen könnt, gleichzeitig aber Weihnachtsmusik mögt. Eine hat es auch diese Woche in unsere Tipps geschafft, und damit sind wir auch scho n bei den dieswöchigen Empfehlungen.
beste Grüße und ein musikalisches Adventswochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks und Andreas Schemm
Tom Waits "Glitter And Doom (live)"
Endlich wieder ein Livealbum des außergewöhnlichen Songwriters
"Glitter & Doom" ist wie ein zweigeteiltes Tom Waits Konzert. Die erste CD enthält 17 Songs, live eingespielt während der letzten Tour. Hier präsentiert Tom Waits sein ganzes Können und ist Jahrmarktschreier, Prediger, Country-Sänger, Soul-Liedermacher und Geschichtenerzähler in einem. Endlich wieder ein Livealbum von ihm, möchte man sagen und diese Stücke immer wieder inhalieren. Die zweite CD heißt "Tom Tales" und ist eine Zusammenstellung von Zwischenbemerkungen und Bühnenansprachen, mit denen sich Waits während des Klavier-Sets mit dem Publikum austauscht. Die Themen reichen dabei von Insektenritualen bis zum letzten Atemzug von Henry Ford.
Pugwash "Giddy"
Gute Laune Indie mit der anderen Hälfte von Duckworth Lewis Method
Thomas Walsh, der Mann, der unter anderem mit Neil Hannon zusammen das Duo The Duckworth Lewis Method betreibt, zeigt auf dieser Werkschau, was alles in ihm und seinem smarten Trio Pugwash steckt. "Giddy" ist eine Sammlung aus bereits veröffentlichten (aber in Deutschland nur schwer erhältlichen) bisherigen Pugwash-Alben und eine wunderbare Gelegenheit, in die leicht verschrobene, anspruchsvolle und gutgelaunte Gitarrenpop-Welt von Pugwash hineinzuschnüffeln. Alle Songs auf "Giddy" wecken Assoziationen mit den Beatles, den Beach Boys, The Divine Comedy, The Kinks und Travis. Die Referenzen blitzen auf und verschwinden, denn letztlich klingt der Output nach Pugwash. Macht euch einen leckeren Tee, lehnt euch zurück und genießt!
Alison Brown "Evergreen"
Amerikanische Weihnachtsmusik zwischen Bluegrass und Jazz
Alison Brown hat sich nach ihrem Studium und einer kurzen Karriere als Investment-Bankerin dafür entschieden ihre Brötchen mit einem rechtschaffenen Beruf zu verdienen und ist seit dem Musikerin. Gut für uns, denn neben Bela Fleck gehört sie zu den herausragenden Banjospielerinnen, die Jazz und Bluegrass so einzigartig vermengen. Bereits 2007 hat sie eine EP mit Weihnachtsliedern veröffentlicht und mit "Evergreen" erscheint diese nun in einer extended Version als vollständige CD auch in Deutschland. Vom Programm hält sich Brown an das klassische, amerikanische X-Mas-Programm und dennoch ist ihre CD etwas Besonderes. Von ihrem Quartett wird Alison Brown auf eine flockige Art begleitet, die immer wieder an Vince Guaraldis wunderbare Weihnachtsmusik für die Peanuts erinnert, nur dass ihr hervorragendes Banjospiel den Hauptpart übernimmt. Fast logisch, dass sie mit "Skating" und "Christmas T ime is Here" auch zwei Guaraldi-Kompositionen eingespielt hat. "Evergreen" ist natürlich ein wunderschönes Weihnachtsalbum für Bluegrassfans, aber nicht nur für die: Wer ohne Scheuklappen hört, sollte mal rein hören.
Royal Bangs "Let It Beep"
"Königliche Knaller” aus purem Indierock - selten genug ist ein zweites Album so umwerfend!
Royal Bangs sind eine Urgewalt aus Knoxville, Tennessee und machen keine Gefangenen. Drei der fünf Musiker kennen sich seit der Highschool und sind hörbar auf einander eingespielt. Während ihr erstes Album in Deutschland einigermaßen untergegangen ist, sollte – nein darf – das dem zweiten Werk nicht passieren. "Let it Beep” sind zwölf Songs irgendwo zwischen dem groovigen Amerika der 70er Jahre und dem wavigen Elektropop von heute. Auf einem basslastigen Untergrund entwickeln die fünf Lieder mit Spaß und Tiefe. Klingt wie ein Widerspruch, aber das ist, was die Musik so wunderbar aufregend macht. Elektrifiziert, wo es Sinn macht, und perfektioniert mit einem Songwriting, das keine Effekthascherei zum Aufhübschen braucht. Immer tanzbar genug, um auch im Club zu funktionieren. Immer rumpelig und pumpelig genug, um als Rockband glaubwürdig zu bleiben. Ist das noch Nu Rave? Egal, es ist geil.
Sting "If On A Winter's Night"
Sting’s Ausflug ins winterliche England
Stings neues Album ist eine akustische Meditation über die verschiedenen Aspekte des Winters. Wir werden neben Sting an den Kamin gebeten und dürfen, neben ein paar wenigen eigenen Kompositionen von ihm, vor allem den alten Weisen lauschen, die Sting aus mehrern Jahrhunderten zusammengesucht hat. Für Sting hat Winter mit "zu Hause sein", Familie und Freunden, ja Vorfreude zu tun. Winterliche Hausmusik – the Sting-Way.
Liebe Musikfreunde,
so, nun ist es also soweit, übermorgen dürft ihr die erste Kerze anzünden und am Dienstag schon das erste Türchen in eurem Adventskalender öffnen. Ihr habt gar keinen Kalender? Dann schaut mal auf die website von vinisud, unserem liebsten Weinladen, sie haben sich was sehr charmantes einfallen lassen. Eins unserer Highlights im Advent ist mit Sicherheit der Liveauftritt von Martina Eisenreich und ihrer Band bei uns im Laden am 12. Dezember ab 14:30 Uhr. Wer das verpasst ist selber schuld. Und natürlich haben wir für euch zur Einstimmung wieder einige erlesene Weihnachtsplatten vorrätig, falls ihr "Last Christmas" im Autoradio nicht mehr ertragen könnt, gleichzeitig aber Weihnachtsmusik mögt. Eine hat es auch diese Woche in unsere Tipps geschafft, und damit sind wir auch scho n bei den dieswöchigen Empfehlungen.
beste Grüße und ein musikalisches Adventswochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks und Andreas Schemm
Tom Waits "Glitter And Doom (live)"
Endlich wieder ein Livealbum des außergewöhnlichen Songwriters
"Glitter & Doom" ist wie ein zweigeteiltes Tom Waits Konzert. Die erste CD enthält 17 Songs, live eingespielt während der letzten Tour. Hier präsentiert Tom Waits sein ganzes Können und ist Jahrmarktschreier, Prediger, Country-Sänger, Soul-Liedermacher und Geschichtenerzähler in einem. Endlich wieder ein Livealbum von ihm, möchte man sagen und diese Stücke immer wieder inhalieren. Die zweite CD heißt "Tom Tales" und ist eine Zusammenstellung von Zwischenbemerkungen und Bühnenansprachen, mit denen sich Waits während des Klavier-Sets mit dem Publikum austauscht. Die Themen reichen dabei von Insektenritualen bis zum letzten Atemzug von Henry Ford.
Pugwash "Giddy"
Gute Laune Indie mit der anderen Hälfte von Duckworth Lewis Method
Thomas Walsh, der Mann, der unter anderem mit Neil Hannon zusammen das Duo The Duckworth Lewis Method betreibt, zeigt auf dieser Werkschau, was alles in ihm und seinem smarten Trio Pugwash steckt. "Giddy" ist eine Sammlung aus bereits veröffentlichten (aber in Deutschland nur schwer erhältlichen) bisherigen Pugwash-Alben und eine wunderbare Gelegenheit, in die leicht verschrobene, anspruchsvolle und gutgelaunte Gitarrenpop-Welt von Pugwash hineinzuschnüffeln. Alle Songs auf "Giddy" wecken Assoziationen mit den Beatles, den Beach Boys, The Divine Comedy, The Kinks und Travis. Die Referenzen blitzen auf und verschwinden, denn letztlich klingt der Output nach Pugwash. Macht euch einen leckeren Tee, lehnt euch zurück und genießt!
Alison Brown "Evergreen"
Amerikanische Weihnachtsmusik zwischen Bluegrass und Jazz
Alison Brown hat sich nach ihrem Studium und einer kurzen Karriere als Investment-Bankerin dafür entschieden ihre Brötchen mit einem rechtschaffenen Beruf zu verdienen und ist seit dem Musikerin. Gut für uns, denn neben Bela Fleck gehört sie zu den herausragenden Banjospielerinnen, die Jazz und Bluegrass so einzigartig vermengen. Bereits 2007 hat sie eine EP mit Weihnachtsliedern veröffentlicht und mit "Evergreen" erscheint diese nun in einer extended Version als vollständige CD auch in Deutschland. Vom Programm hält sich Brown an das klassische, amerikanische X-Mas-Programm und dennoch ist ihre CD etwas Besonderes. Von ihrem Quartett wird Alison Brown auf eine flockige Art begleitet, die immer wieder an Vince Guaraldis wunderbare Weihnachtsmusik für die Peanuts erinnert, nur dass ihr hervorragendes Banjospiel den Hauptpart übernimmt. Fast logisch, dass sie mit "Skating" und "Christmas T ime is Here" auch zwei Guaraldi-Kompositionen eingespielt hat. "Evergreen" ist natürlich ein wunderschönes Weihnachtsalbum für Bluegrassfans, aber nicht nur für die: Wer ohne Scheuklappen hört, sollte mal rein hören.
Royal Bangs "Let It Beep"
"Königliche Knaller” aus purem Indierock - selten genug ist ein zweites Album so umwerfend!
Royal Bangs sind eine Urgewalt aus Knoxville, Tennessee und machen keine Gefangenen. Drei der fünf Musiker kennen sich seit der Highschool und sind hörbar auf einander eingespielt. Während ihr erstes Album in Deutschland einigermaßen untergegangen ist, sollte – nein darf – das dem zweiten Werk nicht passieren. "Let it Beep” sind zwölf Songs irgendwo zwischen dem groovigen Amerika der 70er Jahre und dem wavigen Elektropop von heute. Auf einem basslastigen Untergrund entwickeln die fünf Lieder mit Spaß und Tiefe. Klingt wie ein Widerspruch, aber das ist, was die Musik so wunderbar aufregend macht. Elektrifiziert, wo es Sinn macht, und perfektioniert mit einem Songwriting, das keine Effekthascherei zum Aufhübschen braucht. Immer tanzbar genug, um auch im Club zu funktionieren. Immer rumpelig und pumpelig genug, um als Rockband glaubwürdig zu bleiben. Ist das noch Nu Rave? Egal, es ist geil.
Sting "If On A Winter's Night"
Sting’s Ausflug ins winterliche England
Stings neues Album ist eine akustische Meditation über die verschiedenen Aspekte des Winters. Wir werden neben Sting an den Kamin gebeten und dürfen, neben ein paar wenigen eigenen Kompositionen von ihm, vor allem den alten Weisen lauschen, die Sting aus mehrern Jahrhunderten zusammengesucht hat. Für Sting hat Winter mit "zu Hause sein", Familie und Freunden, ja Vorfreude zu tun. Winterliche Hausmusik – the Sting-Way.







