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„Master Quality Authenticated“: Eine Kodierung für feine Klänge in hochauflösender Musik. Probehören im HiFi Forum

Wie MQA digitale Musik verpackt


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„Master Quality Authenticated“: Kodierung für feine Klänge - wie MQA digitale Musik verpackt

Seit geraumer Zeit macht ein neues Kürzel von sich reden: MQA, „Master Quality Authenticated“. MQA ist ein neues Kodierverfahren für Audio-Signale. Hires Audio (www.highresaudio.com), eine Internet-Plattform zum Download hochauflösender Musik, hat zum Beispiel schon um 200 MQA-codierte Musiktitel im Programm. Warner codiert sogar sein gesamtes Musikrepertoire für die Internet-Verbreitung mit MQA. Es gibt mobile High-Resolution-Musikplayer mit MQA-Unterstützung auf dem Markt, NAD bietet MQA-fähige Komponenten an und Bluesound hat seine Multiroom-Systeme zur MQA-Wiedergabe aufgerüstet. Mit MQA soll die Musik in einer Qualität zum Hörer kommen, die dem Master, also der Studio-Vorlage für alle weiteren Verarbeitungsschritte, entspricht.

Was leistet „Master Quality Authenticated“?

Wie alle digitalen Tonkodierungen hat auch MQA zum Ziel, mit möglichst knappem Datenumfang möglichst viel Qualität zu transportieren. So soll zum einen schon die Master-Datei, also die Vorlage für alle weiteren Bearbeitungen, veredelt werden. Dazu durchläuft sie einen Filterprozess, der typische Artefakte, die bei der Analog-Digitalwandlung auftreten, herausrechnet. Dabei geht es um Vor- und Nachschwinger impulsartiger Klänge. Sie entstehen, weil vor der Wandlung sehr hohe Tonfrequenzen abgeschnitten werden – ein notwendiger Kunstgriff, denn andernfalls würden die Wandler-Chips unangenehme Verzerrungen produzieren. Raffinierter aber ist die MQA-Methode zur anschließenden Verpackung der digitalen Musikdaten. Sie soll auch Audio-Konserven mit sehr hohen Datenraten verarbeiten – und zwar so, dass sie für den Transport und die Verteilung auf ein überschaubares Maß schrumpfen und zur Wiedergabe die passende Form annehmen können: Geräte mit MQA-Unterstützung und hoch auflösender Wiedergabeelektronik bekommen das volle ursprüngliche Datenkontingent, Apparate mit bescheideneren Fähigkeiten nehmen davon, was sie verarbeiten können. Das Kodierverfahren steckt die digitalen Informationen in bewährte Container – also zum Beispiel in Dateien des Typs FLAC, Apple Lossless oder WAV. Wiedergabe-Geräte, die solche Datenformate verarbeiten können, kommen auch mit MQA zurecht – je nach Fähigkeit mit dem Zusatznutzen erweiterter Auflösung.

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Wie funktioniert das?

Konkret geht das zum Beispiel so: Liegt die Musik in einem hoch auflösenden Master-Format vor, etwa mit 24 Bits und einer Abtastfrequenz von 96 oder gar 192 Kilohertz, wird sie zunächst verlustfrei komprimiert, in ein Format mit den Eckdaten 24 Bit / 44,1 oder 48 Kilohertz umgewandelt und in den digitalen Container einer konventionellen Kodierung gesteckt – also in eine Datei des Typs FLAC, Apple Lossless oder WAV. Dabei entstehen Datenraten von etwa 1,1 Megabit je Sekunde. Zum Vergleich: Eine Audio-CD liefert 1,4 Megabit in jeder Sekunde. MQA-taugliche Geräte erkennen den ganzen Inhalt des Containers, packen alle zuvor eingedampften Daten in vollem Master-Umfang wieder aus und schicken sie an den Digital-Analogwandler zur Wiedergabe nach allen Regeln der Kunst. Geräte, die einfach nur FLAC, Apple Lossless oder das Windows-Format WAV wiedergeben können, behandeln den Inhalt dieser Dateien so, wie sie es gewohnt sind – eben als Musik in FLAC, ALAC oder WAV. Auch das funktioniert – allerdings nur mit Auflösungen unterhalb des Master-Formats, also etwa mit CD-Qualität.

Selbstverständlich können Sie MQA im HiFi Forum testen und probehören. Beispielsweise mit Produkten von Bluesound, NAD und Lyngdorf.

Wir beraten Sie gern.

Rufen Sie uns an: 09133 / 60629-0 oder schreiben Sie uns: mail@hififorum.de und vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin.