HiFi Forum

„Storage Cinema“ - vom Kicker-Zimmer zum exzellenten Heimkino

Was tun, wenn eine Hälfte des Paares aus einem Kicker-Zimmer im Keller einen Stauraum machen, die andere Hälfte aber ein Heimkino haben möchte? Ganz einfach, man sucht sich Spezialisten und lässt sich ein Heimkino mit ausreichend Stauraum planen und einrichten.

 

Zurück zum Anfang der Überlegung. Ein Paar aus Lauf an der Pegnitz in der Metropolregion Nürnberg hatte für einen ungenutzten Kellerraum unterschiedliche Ideen. Die Frau vermisste Stauraum und wollte den Kellerraum entsprechend umbauen und einrichten, der Mann hätte daraus gern ein tolles Heimkino bauen lassen. So wie im Bild links sah der Raum vor dem Umbau aus.

 

 

Planung mit zwei Spezialisten

Aus den beiden Ideen, deren Realisierung nach der ersten Besichtigung vor Ort nur schwer vorstellbar war, reiften in einer nahezu idealen Kooperation zwischen Brett Einrichtung und dem HiFi Forum nach und nach erste Skizzen und dann eine konkrete Planung. Brett Einrichtung steuerte die Expertise für den individuellen Innenausbau mit Holz und Möbel bei, das HiFi Forum die technischen Finessen für Bild und Ton. Alles selbstverständlich in enger Abstimmung mit dem Bauherren-Paar.

 

Wünsche erfüllt

Die maßgefertigten Schränke, Side-Boards und Raumteiler bieten einerseits viel Stauraum und sind andererseits auch Abstell-Möglichkeit. Der Wunsch der Gattin ist erfüllt. Zudem sind alle Elektronik-Komponenten nahezu unsichtbar integriert.

Für das Kino war ein maßgeblicher Wunsch als Vorgabe, es sollte die größtmögliche Fläche im Raum für die Kinoleinwand genutzt werden. Für Bild und Ton sollten zudem leistungsfähige High End Komponenten zum Einsatz kommen. So entstand ein Heimkino der Extraklasse mit drei luxuriösen Plätzen für exklusiven Kinogenuss und der Wunsch des Gatten war damit auch erfüllt.

 

 

 

 

 

Die Bild-Ausstattung

Die Leinwand kommt von den Hollywood-Profis von Stewart. Wer höchste Ansprüche an Bildqualität stellt, wählt mit Stewart die weltbeste Leinwand für sein Heimkino. In diesem Kino ist es eine Stewart CIMA Wallscreen Rahmenleinwand im 21:9 Format und 3.050 mm Bildbreite, mikroperforiert mit dem Studiotek100 Tuch für akustische Durchlässigkeit. 

 

Das Bild zaubert der JVC Projektor DLA-N7B, ein nativer D-ILA 4K-Projektor. Die Besonderheit in diesem Kellerkino ist die Anordnung des Bildwerfers: Um ein möglichst großes Bild zu generieren, wurde der Projektor abgeteilt in einem Nebenraum installiert. So konnten durch den größeren Abstand auch die größtmöglichen Bildabmessungen erreicht und gleichzeitig Störgeräusche im Kino verhindert werden. Zudem bekommt der Projektor so eine bessere Belüftung. Für die Bildaufbereitung zeichnet ein Lumagen Radiance PRO 4242-18C HighEnd Video Prozessor verantwortlich. Die Lumagen Produkte holen das Maximum aus einem Video-System heraus, getreu dem Motto „how the movie jumps off the screen“. Als Zuspieler fungieren ein Pioneer UDP-LX500 Blu ray-Player und ein AppleTV 4K Mediaclient.

 

Der Sound

Damit es in diesem Kino auch sagenhaft klingt, wurde an den Komponenten für den Sound nicht gespart: Der moderne wie audiophile AV-Vorverstärker Anthem AVM 70 leistet die Vorarbeit für drei Anthem MCA325 Gen.2 AV-Endverstärker. Jeder liefert 3 x 225 Watt/8 Ohm an die Lautsprecher.

Die Elektronik-Komponenten finden in einem der maßgefertigten Schränke komfortabel Platz und sind so auch nicht sichtbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Auswahl der Lautsprecher fiel die Wahl auf Bowers & Wilkins. Das 5.2.2. System wurde mit drei CostumTheater Lautsprechern B&W CT8.4 LCRS als Frontlautsprecher, zwei CostumTheater Subwoofern B&W CT-SW12, zwei Einbaulautsprechern B&W CCM683 als hintere Surround-Lautsprecher und zwei Einbaulautsprechern B&W CCM683 in der Decke für Dolby Atmos realisiert.

Für die Verkabelung kamen die hochwertigen Produkte von Audioquest zum Einsatz, damit auch dieses Element in der Kette die hohen Ansprüche übertrifft.

 

Raumakustik

Dass ein Kellerraum nicht nach akustischen Gesichtspunkten gebaut ist, versteht sich von selbst. Um einen herausragenden Kinosound zu bekommen, musste also etwas getan werden. Einerseits hilft die Elektronik, in diesem Fall die ARC - Anthem Room Correction, die in den Anthem-Komponenten enthalten ist. Anthem verfügt mit dem ARC Raumakustik-Einmessystem nicht nur über ein eigenes Raum-Mess- und Korrektursystem, sondern über eines der besten und effektivsten seiner Art auf dem Markt.

Dennoch musste einiges „gebaut“ werden. So gibt es eine Akustikfalle hinter der Leinwand, angebracht zwischen den Lautsprechern. Die neue Decke im Raum ist als Akustikdecke ausgeführt und zweifach abgehängt. So entstand auch der sehr dekorative Lichtausschnitt. Speziell auf die Aufnahme der insgesamt 16 Artnovion Atlantis Flow Akustik Module wurde die Möbel-Innenausstattung abgestimmt.

 

 

 

 

Die von Brett Einrichtung maßgefertigten Wandverkleidungen und Schränke schufen die Voraussetzung für die passgenaue Integration der Module. Abgerundet wird die akustische Optimierung durch Akustikvorhänge.

 

Nun fehlt nur noch eine komfortable „Automatik“ für das Kino, eine integrierte Steuerung aller Komponenten und des Lichts. Hier setzten die Smart Home- und Steuerungs-Spezialisten des HiFi Forums auf ein RTI-Home Automation-System. Beim Betreten des Kinos wird eine vorgewählte Lichtszenerie eingeschaltet. Auf Knopfdruck startet der Kino-Mode mit der Dimmung des Lichts und dem Starten der Bild- und Ton-Komponenten. Dann heißt es „Film ab“ im „Storage Cinema“.