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Magic Moments Octave meets B&W im HiFi Forum Baiersdorf

Samstag, 21. Oktober 2017, 10-17 Uhr
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Kreativraum mit unsichtbarer Technik

Aus einem heruntergekommenen Hotel mit maroder Installation und veraltetem Interieur sollte ein Ort mit Ambiente geschaffen werden, an dem man gerne verweilt. Die idyllische Lage im Grünen sollten dabei nicht nur rastende Wanderer oder Familien im Kurzurlaub, sondern auch Tagungsgäste genießen können. In Zusammenarbeit mit einer eingespielten Handwerker-Kooperation hat der Betreiber in der Rekordzeit von 18 Tagen aus einer stillosen Stube einen eleganten Eventraum mit moderner Medientechnik geschaffen.


Saeed Talebi wollte eigentlich nur einen neuen Firmensitz für seinen Musikverlag „Silenzio“ suchen. Als in seiner Wahlheimat – der 2000-Seelen Gemeinde Egloffstein im fränkischen Trubachtal - ein seit vier Jahren leerstehendes Hotel versteigert packte der Geschäftsmann die Gelegenheit beim Schopfe und holte sich das Anwesen als Firmenzentrale und baute gleichzeitig als Gastro-Quereinsteiger sein Hotel „Trubachtal“ mit 20 Betten und 85 Restaurantplätzen auf.

Als Vielreisender in Sachen Medienproduktion kennt Talebi eine Menge Konferenzräume in vielen europäischen Städten. „Nicht immer erzeugen Tagungsräume die Atmosphäre, für die sie eigentlich da sind – nämlich den Teilnehmern kreativen Input zu geben um gute Ideen zu produzieren. Oft erlebt man genau das Gegenteil: Emotionslose Möblierung in kühler Büro-Architektur, die jeden Geistesblitz im Keim erstickt. Wenn dann noch das passende Beamerkabel fehlt oder keine geeignete Präsentationsleinwand vorhanden ist, dann leidet die gesamte Veranstaltung“, berichtet er aus eigener Erfahrung.

Aus der Medienwelt kommend, wollte der neue Hotelchef nicht nur den spröden Charme der dunklen Holzverkleidung im Inneren des Hotels auffrischen, sondern auch die perfekte Umgebung für ansprechende Präsentationen in einem kreativitätsfördernden Umfeld schaffen. Die eigenen Tagungs-Erfahrungen brachten ihn dabei auf die Idee des heute realisierten Medienraums: „Mir wurde relativ schnell klar, dass wir nicht alleine durch unsere idyllische Lage mit Burgblick im harten Gastronomie-Wettbewerb bestehen können. Wir mussten schon ein Alleinstellungsmerkmal finden. Mit der perfekten Medien-Ausstattung unseres Eventraums vereinen wir nun eine entspannte Atmosphäre im Grünen mit modernster Präsentationstechnik.“

 

Kino-Atmosphäre mit Full-HD

Die Wiedergabe bewegter Bilder oder Präsentationen übernimmt im Hotel Trubachtal wahlweise das Pioneer 60“-Plasma-Panel PDP-LX608D oder der Full-HD Beamer EMP TW-1000 von Epson. Projiziert wird das Beamerbild auf eine motorbetriebene Deluxx-Leinwand im Format 2,44 m x 1,37 m. An drei Stellen im Raum sind jeweils ein VGA- und ein HDMI-Kabel zugänglich, mit denen man seine Daten je nach Wunsch auf eines der beiden Ausgabegeräte schicken kann. Über eine Switchbox wählt man, ob man das Plasma-Panel oder den Beamer ansteuern möchte. Alternativ dazu versorgt der Kathrein DVB-S Receiver 910 die Zuschauer mit Fernsehsignalen. Für die Aufbereitung des Tons ist der Marantz Surround-Receiver SR 8001 zuständig. Er wird vom DVD-Player DV3002 des gleichen Herstellers versorgt und sendet seine Signale an Einbaulautsprecher der CWM-Serie von B&W.

Diese Ausstattung zeigt, dass man im Hotel Trubachtal weit über die Vorführung von trockenen Geschäfts-Präsentationen hinausdenkt. Mit Full-HD-Auflösung auf der Beamerleinwand und Surround-Beschallung kommt Kino-Atmosphäre auf. Dadurch wird der Medienraum auch für andere Nutzungen attraktiv. „Wir haben eine Menge Kunden, die ihre Privatfeierlichkeiten bei uns ausrichten wollen. Auch in diesem Bereich wird die Präsentation von Bildern immer wichtiger – seien es nun digitale Diashows, animierte Präsentationen oder Filme über oder mit anwesenden Gästen“, stellt Talebi fest.

 

Symbiose aus Technik, Möblierung, Farbe, Werkstoff und Design

Um die Idee des kreativitätsfördernden Raums konsequent zu vollenden, genügte es allerdings nicht, einfach Präsentationstechnik bereit zu stellen. Technik allein bringt kein Ambiente – sie zerstört es oftmals sogar. Deshalb suchte sich der Bauherr ein Team aus Experten unterschiedlicher Disziplinen. Die Medientechnik musste eine ansprechende Symbiose mit Möblierung, Farbe, Werkstoff und Design bilden. Da der fertig umgebaute Medienraum bereits vor Beginn der Umbauarbeiten einem wichtigen Kunden versprochen war, stand das Vorhaben unter einem hohen zeitlichen Druck. Aus diesem Grund kam für Talebi nur eine eingespielte Arbeitsgemeinschaft mit Fachleuten aus allen gewerkspezifischen Bereichen in Frage. Diese fand er in der Handwerker-Kooperation Forum Form im nahen Baiersdorf. Der Zusammenschluss aus über 15 Betrieben hatte für alle Fragen eine Lösung parat und sicherte vor allem die Umsetzung im veranschlagten Umsetzungszeitraum von 18 Tagen zu. Für jede der drei Dimensionen „Medientechnik“, „Möblierung“ und „Raumdesign“ wurde dem Bauherrn je ein Experte zur Seite gestellt. Dieses Team formte aus den Vorstellungen des Auftraggebers und den Ideen der Partner einen Umsetzungsplan. Ein Projektleiter war als Ansprechpartner zuständig für die Gesamt-Koordination und die pünktliche Umsetzung sowie die Qualitätssicherung der Arbeiten. Dass das anvisierte Ziel tatsächlich in der vorgegebenen Zeit umgesetzt wurde, freut den Hotelchef noch heute: „Ich hatte weder die Zeit noch die Lust, mich in der Bauphase um Umsetzungsprobleme zu kümmern. Mir war wichtig, dass ich meinem Kunden nach 18 Tagen Umbauzeit einen perfekten Eventraum zur Verfügung stellen konnte. Deshalb erwartete ich, dass der Projektleiter bei auftretenden Schwierigkeiten selbständig eine Problemlösung findet und mich nicht mit Streitereien über die Suche nach dem Schuldigen belastet. Vieles konnte im Vorfeld gar nicht geplant werden, da wir einen Altbau – teilweise ohne jegliche Planungsunterlagen – umzubauen hatten. Letztlich haben wir unser Ziel erreicht, das Projekt pünktlich abzuschließen und die Technik so dezent in den Raum zu integrieren, dass sie die kreativen Prozesse optimal unterstützt und nicht ablenkt oder gar nervt.“

 

Mehrfachnutzung steigert Auslastung

Die Integration ist derart unauffällig, dass man beim Betreten des Raumes überhaupt nicht merkt, dass man sich in einem Konferenzraum, voll mit moderner Medientechnik, befindet. Alle Komponenten sind hinter Schiebetüren, Deckenverkleidungen oder Wandschränkchen versteckt und können mit einem Handgriff in Szene gesetzt werden. Zentrale Einrichtungsmerkmale sind dabei der Beamer-Deckenlift und die Gleittüren des Herstellers Raumplus. Die Lichtinstallation ist weit entfernt von ungemütlicher flächiger Neonlicht-Bestrahlung so mancher Tagungsräume. Je nach Stimmung, die vermittelt werden soll, werden Deckenleuchten, Wandstrahler oder indirektes Licht hinter der Deckenverkleidung eingesetzt. Die Lampen können dabei einzeln oder in Gruppen gedimmt werden, so dass eine Vielzahl verschiedener Lichtsituationen geschaffen werden kann. Stimmungsvolle Dekoration und ansprechende Wandgestaltung tun das übrige und vermitteln den Eindruck, man säße in einem normalen Gastraum des Hotels.

Dieser Eindruck ist auch gar nicht falsch. Wenn keine Tagungsgäste im Haus sind, wird kurzerhand die Bestuhlung geändert und die massive Schiebetür zum Restaurant geöffnet. So verdoppelt sich die Sitzplatzkapazität annähernd und eröffnet den Gästen den Burgblick durch die großen Fensterfronten. Nichts erinnert an einen Tagungsraum. Ein auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten interessanter Effekt, wie Talebi resümiert: „Durch die Mehrfachnutzung des Medienraums schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir vergrößern unsere Restaurant-Kapazitat und steigern gleichzeitig die Auslastung unserer Räumlichkeiten.“

Eine geringe Auslastung von bereit stehenden Konferenzräumen lässt kleine Hotelbetriebe oftmals in einen Teufelskreis schlittern: Durch geringen Umsatz mit den Räumlichkeiten sinkt die Bereitschaft, das Interieur auf aktuellem Stand zu halten. Und das führt wiederum zu geringerem Interesse bei potenziellen Veranstaltern. Das Hotel Trubachtal macht mit der Öffnung des Medienraums zum Restaurant genau die entgegengesetzte Erfahrung. „Im Gespräch mit den Gästen erwähnen wir hin und wieder die mediale Ausstattung. Und so haben sich bereits mehrfach Wochenend-Wanderer als Geschäftsleute entpuppt, die Monate später als Tagungsgäste wieder aufgetaucht sind“, freut sich Talebi über diesen lateralen Marketing-Effekt.

 

Fazit

Die ganzheitliche Umsetzung im Hotel Trubachtal belegt eindrucksvoll das Zusammenwachsen verschiedener Welten. Der Egloffsteiner Medienraum befindet sich im fließenden Übergang zwischen Business-Konferenz und Privat-Event. Ohne Abstriche erfüllt er gleichermaßen professionelle Medientechnik-Ansprüche und gastronomische Anforderungen an das Ambiente. Der Gastro-Quereinsteiger Talebi ging keinen Mittelweg, der oft im Mittelmaß endet. Er vereint zwei Seiten einer Medaille, die beide glänzen.

 

Bildmaterial

 

 

 

 

 

 

 



 

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